Klassen
Was du fahren darfst, und ab wann.
Die meisten brauchen nur die ersten beiden Zeilen. Der Rest ist für die, die früher anfangen wollen, aufs Motorrad wollen oder einen Anhänger ziehen müssen.
Auto
BAutoab 17 mit BF17, sonst 18
Bis 3,5 Tonnen, bis acht Sitzplätze außer dem Fahrersitz. Anhänger bis 750 Kilogramm.
Dazu gehörtZwölf Pflicht-Sonderfahrten, 14 Doppelstunden Theorie.
BF17Begleitetes Fahrenab 16 Jahre und 6 Monate anmelden
Derselbe Führerschein wie B, nur früher. Bis 18 fährst du mit einer eingetragenen Begleitperson.
Dazu gehörtDie Begleitperson ist mindestens 30, hat seit fünf Jahren Klasse B und höchstens einen Punkt in Flensburg.
Alles andere
B197Automatik mit Schaltnachweisab wie B
Du lernst auf Automatik und darfst am Ende trotzdem Schaltwagen fahren. Im Führerschein steht kein Automatikvermerk.
Dazu gehörtMindestens zehn Übungsstunden auf Schaltgetriebe und eine Testfahrt von 15 Minuten.
B96Anhängerab wie B
Zug bis 4,25 Tonnen. Kein eigener Führerschein, eine Schulung mit Eintrag.
Dazu gehörtEin Tag: 2,5 Stunden Theorie, 1 Stunde Grundfahraufgaben, 3,5 Stunden Fahren. Keine Prüfung.
A1Leichtkraftradab 16
Bis 125 Kubik und 11 kW.
Dazu gehörtZwölf Sonderfahrten, 16 Doppelstunden Theorie, wenn es dein erster Führerschein ist.
A2Motorrad mittelab 18
Bis 35 kW, Leistungsgewicht höchstens 0,2 kW je Kilogramm.
Dazu gehörtNach zwei Jahren A2 geht der Aufstieg auf A ohne neue Theorieprüfung.
AMotorrad offenab 24, mit A2 ab 20
Alle Krafträder ohne Leistungsgrenze.
Dazu gehörtWer schon A2 hat, fährt nur die praktische Prüfung.
AMRollerab 15
Bis 45 km/h, bis 50 Kubik.
Dazu gehörtIst in der Klasse B enthalten. Wer B macht, braucht AM nicht extra.
Empfehlung
Nimm B197, wenn du dich nicht entscheiden kannst.
Du lernst auf Automatik, machst gegen Ende zehn Stunden auf Schaltgetriebe und eine Testfahrt von 15 Minuten. Danach steht im Führerschein kein Automatikvermerk, du darfst also beides fahren.
Das rechnet sich für die meisten. Auf Automatik lernt man schneller, weil man sich nicht gleichzeitig um das Anfahren kümmern muss, und die zehn Schaltstunden kosten weniger als die Stunden, die dabei sonst draufgehen.